Hausstaubmilben – Was hilft wirklich?

Es sind mikroskopisch kleinste Spinnentierchen, die weder besonders schnell noch giftig sind und doch stellen sie für viele Menschen eine Bedrohung dar: Milben. Ihre Ausscheidungen können beim Menschen zur Ausbildung einer Hausstauballergie führen.

CC (BY, SA) by rosmary via flickr.com

In Deutschland sind etwa 5 Millionen Menschen von einer Allergie gegen Hausstaubmilben betroffen, bei vielen entsteht im Laufe der Jahre Asthma. Hausstaubmilben kommen in jedem Haushalt vor.  Man findet sie hauptsächlich in Matratzen, Teppichen, Polsterbezügen, Stofftieren und natürlich in Staub.

 

Mit dem Gerücht, Hausstaubmilben würden nur in unordentlichen und dreckigen Wohnungen vorkommen, wurde schon längst aufgeräumt. Dennoch ist man den Milben nicht völlig schutzlos ausgesetzt. Hier ein paar Maßnahmen, wie sie die Belastung durch Hausstaubmilben in ihrem Zuhause reduzieren können.

Milben bevorzugen warmes, feuchtes Klima. Das Schlafzimmer, insbesondere Bettdecken und Kissen stellen für Hausstaubmilben den optimalen Lebensraum dar. Dort ernähren sie sich von den abgefallenen Hautschüppchen der Menschen. Für eine absolut milbenfreie Zone können Sie zwar nicht sorgen, aber mit folgenden Tipps können sie das Vorkommen der Milben im Schlafzimmer deutlich einschränken. Denn: je weniger Hausstaub, desto geringer die Beschwerden.

  • Regelmäßig gründlich lüften (stoßlüften). Milben bevorzugen eine warme, feuchte Umgebung, in Schlaf- und Wohnräumen daher durch richtiges Lüften und Heizen auf ein kühles und trockenes Raumklima Wert legen.
  • Bettwäsche alle 2 Wochen wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen
  • Matratzenbezüge ebenfalls regelmäßig reinigen
  • Bei glatten Böden: Böden oft reinigen, am besten alle 2 Tage feucht wischen
  • Teppichboden gründlich saugen
  • „Staubfänger“ vermeiden (Vorhänge, viele Kissen, Bücher etc.)
  • Stofftiere regelmäßig waschen oder – ggf.  als Vorbehandlung bei Stoffen, die nicht heiß gewaschen werden dürfen – einige Tage in die Tiefkühltruhe legen (durch die Kälte werden die Milben abgetötet, der Kot, der die Allergene enthält und daher in erster Linie für die Allergie verantwortlich ist, wird allerdings nur durch heißes Waschen entfernt)

Die Wirksamkeit von milbendichter Bettwäsche oder speziellen Sprays konnte noch nicht nachgewiesen werden. In Studien, die die Wirksamkeit von Luftreinigern, Sprays und Matratzenbezügen bei Hausstaubmilbenallergie untersuchten, konnte bislang kein effektiver Nutzen der jeweils angewendeten Maßnahmen festgestellt werden. Nicht alles, bei dem „antiallergen“ draufsteht, ist also wirklich sinnvoll und erforderlich. Wenn Sie es schaffen, den Hausstaub grundsätzlich zu reduzieren und Ihre Möbel und Einrichtung möglichst staubfrei zu halten, sind Sie der lästigen Plage schon ein gutes Stück weniger ausgesetzt. Zur Behandlung der Allergiesymptome steht eine Vielzahl an medizinischen Mitteln zur Verfügung, über die Ihr Arzt Sie informieren und beraten kann.

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